Boom des Onlinehandels bereitet nicht nur stationären Händlern Sorgen

Die Situation für den stationären Handel wird mit dem Anziehen des Onlinehandels immer verheerender, bestätigte zuletzt eine Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter mehr als 2.000 Händlern. Laut der Befragung befürchten sechs von zehn Unternehmen ohne weitere staatlichen Hilfen Insolvenzgefahr.


Otto versendete bislang 33 Prozent mehr Pakete als im Vorjahr. Zalando setze 8 Milliarden Euro um. Und Home24 konnte seine Erlöse um 42 Prozent steigern. Insgesamt erhöhte sich der Brutto-Warenumsatz im E-Commerce-Geschäft laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) in diesem Jahr um 14,6 Prozent auf 83,3 Milliarden Euro.


Neben des Drucks, der auf den stationären Händlern lastet, hat die Steigerung des Einkaufs via Internet aber noch weitere, belastende Konsequenzen:

  • Hohe Corona-Infektionsraten in den Logistikzentren

  • Mehr Krankheitstage durch erhöhte Arbeitsbelastung z.B. bei Paketboten

  • Steigerung der Transport- und Bearbeitungskosten für Retouren

  • Hohe Umweltbelastung durch Papier- und Pappmüll oder Vernichtungsstrategie bzgl. der zurückgesandten Artikel

  • Kundenzufriedenheit sinkt, da Waren oftmals Mängel aufweisen, der Kundendienst nicht erreichbar ist oder aber versprochene Nachbesserungen nicht stattfinden

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