Touristikverbände fordern von der Politik „Basis für dauerhafte Öffnungen“

In einem gemeinsamen Schreiben haben der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), der DEHOGA Bundesverband, der Deutsche Reiseverband (DRV), der Deutsche Tourismusverband (DTV), der Hotelverband Deutschland (IHA), der Internationale Bustouristik Verband (RDA) sowie der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) einen Apell an die Teilnehmer der Ministerpräsidentenkonferenz verfasst.

Sprechblase
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Darin heißt es, die Politik müsse "alle Weichen dafür stellen, dass ein neuerlicher Lockdown der Tourismusbranche verhindert wird". Außerdem müsse "dringend die Verlängerung der Überbrückungshilfe und der Kurzarbeitsregelungen bis mindestens Jahresende beschlossen werden".


Kreativeres Pandemie-Management

"Wir appellieren an die MPK, die Basis für dauerhafte Öffnungen zu schaffen und den Unternehmern wie Mitarbeitern der Tourismusbranche endlich wieder verlässliche Perspektiven zu geben. Der Blick über den Tellerrand Deutschlands zeigt, dass mittlerweile auch andere Wege möglich sind, als auf möglichst scharfe Restriktionen und Verbote zu setzen. Wir fordern deshalb auch hierzulande einen mutigeren und kreativeren Ansatz des Pandemie-Managements. Wir sind im 18. Monat der Pandemie und damit auch im 18. Krisenmonat für die Tourismuswirtschaft. Jetzt, wo die Mehrheit der Bürger geimpft ist, ist es überfällig, auch unserer Branche wieder stabile verlässliche Arbeitsbedingungen zu garantieren, statt schon bei niedrigem Infektionsgeschehen erneut über Einschränkungen des Reisens und Ausgehens zu diskutieren."

Neue Maßstäbe einführen


Als Grundlage dafür sei der Inzidenzwert durch neue Bewertungsmaßstäbe zu ersetzen. Künftig müssten hierfür die Impfquote, Krankheitsverläufe, die Hospitalisierungsrate und die Auslastung der Intensivstationen unbedingt in die Bewertung miteinfliessen.


Außerdem werde gefordert, die in den Landesverordnungen derzeit geltenden Schwellen-Inzidenzwerte, ab denen automatisch Verschärfungen vorgesehen sind, "signifikant" herunterzusetzen.


Zudem erklärten die Verbände, dass "niedrigschwellige Impfangebote und zielgenauere Werbung und Aufklärung" vonnöten seien.

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