Barcelona führt bald strenge Regeln gegen Overtourism ein

Rund 19 Millionen Reisende kommen jährlich in die spanische Mittelmeerstadt - einem der beliebtesten Ziele Sommerreiseziele für Incentives und Urlauber. Aktuell erlässt Barcelona Regeln, um den Massentourimus in den Griff zu bekommen und die Menschenmengen besser durch die Stadt zu leiten. Ab Ende Juli sollen die neuen Regeln für zunächst sechs Monate gelten.


La Rambla in Barcelona
Blick auf die berühmten Ramblas, die Flaniermeile Barcelonas, (c) Nicolas Bader - Pixabay.com

Ein kleiner Überblick

Zukünftig dürfen Gruppen nur mit bis zu 30 Personen durch die City spazieren. In den engen Straßen des Altstadtviertels Vella sind sogar nur Gruppengrößen bis zu 15 Personen erlaubt. In machen historischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten wird zudem ein Zutritt nur noch bis zu acht Teilnehmer möglich sein. Bei Nichteinhaltung der neuen Vorgaben soll lt. der spanischen Zeitung "El Mundo" eine Strafe bis zu 3.000 Euro drohen.


Zu den neuen Regelungen gehört auch, dass Gruppen insgesamt nur noch 24 Straßen und Plätze im Stadtzentrum besichtigen können und Megaphone bei Guided Tours verboten werden. Außerdem dürfen Tourleiter Gruppen nur dort hinbringen und anhalten lassen, wo sie keine Durchgänge versperren können. Barcelona führte bereits zuvor im Parc Güell, einem der Hotspots für Besucher, Zugangs­beschrän­kungen ein. In die Markthalle La Boquería dürfen große Touristengruppen in den Spitzenzeiten gar nicht erst hinein.


Vor der Festlegung der neuen Regelungen hatte Barcelona bereits versucht, den Massentourismus mit der Begrenzung des Übernachtungsangebotes einzuschränken. Obwohl seitens der spanischen Regierung keine weiteren Lizenzen an Hotels in Citylage ausgegeben und auch die Vermietung von Privatwohnungen sehr einschränkt wurden, führte dies jedoch nicht zum gewünschten Erfolg.


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