Geht neue Werbekampagne für Linz nach hinten los?

Um mehr Touristen nach Linz zu holen, setzt der Tourismusverband Linz Tourismus auf ein neues Video in sozialen Netzwerken, einen Kinospot sowie diverse Plakate, die bald kostenfrei abgegeben werden sollen. Die Aufmerksamkeit ist groß, die Meinungen über Inhalte und Botschaft der neuen Werbematerialien sind jedoch kontrovers. Gastronome und Hoteliers aus der drittgrößten Stadt Österreichs sind entsetzt und befürchten einen Imageschaden für die Stadt.


Der Tourismusverband sieht das anders und weist z. B. auf das Kleingedruckte unter den Postern hin. So findet man unter dem Slogan "Linz ist lost" diese Anmerkung: "Ganz recht. Aber wo genau. Wer will, kann sich in Linz jedenfalls vorzüglich verlieren. Im Ars Electronica Center. Im Trubel des Linzer Festivals. Oder in den zahlreichen Museen der Stadt. Denn: Linz ist Linz." Außerdem gäbe es Interviews mit der Linzer Bevölkerung, die mit Humor und Augenzwinkern diese Aussage kommentieren würden.


"Wir sind bewusst neue Wege gegangen, wollen mit dieser neuen Ehrlichkeit vor allem neugierige Touristen, die abseits der Trampelpfade unterwegs sind und eine Stadt erleben wollen, wie sie ist, ansprechen",

meinte Tourismusdirektor Georg Steiner.


Der Stein des Anstosses, ein dreimünitger Videofilm, wurde innerhalb kurzer Zeit alleine auf dem Youtube Kanal 150.000 mal angesehen. Statt schöner Ansichten der Stadt sind Bausünden zu sehen, Fast-Food-Angebote statt feiner Restaurants. Im Netz gab es trotz der ungeschönten Bilder auch zahlreiche positive Kommentare.


Hier den Spot ansehen:

So kann man nur hoffen, dass das Konzept der "neuen Ehrlichkeit" in der Destinationsvermarktung keinen Schaden anrichten und das Gegenteil bewirken wird. Ist die Stadt an der Donau doch durchaus eine vielfältige Stadt mit zahlreichen historischen Plätzen und moderner Architektur sowie attraktiven Hightlights.


Weitere Infos zu Linz gibt es hier.

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