Nachhaltig: Aus alten Hosen macht das Start up Kleiderly Sonnenbrillen und mehr

Nicht alle ausrangierten Altkleider, die in entsprechenden Containern entsorgt werden, landen im Secondhand-Handel oder bei Bedürftigen. Oftmals ist die Qualität der Kleidung so schlecht, dass sie stattdessen auf der Mülldeponie verbrannt und entsorgt werden müssen.


Altkleidercontainer
Andreas Lischka - Pixabay.com

Eine umweltbewusste Geschäftsidee hatten hierzu Alina und Dave Bassi, die beiden Gründer des Start ups Kleiderly. Das junge Berliner Unternehmen fertigt aus alten T-Shirts, Jacken und Hosen neue Sonnenbrillen. In einem Zwischenschritt werden die ungenutzten Kleiderspenden hierfür zunächst granuliert. Das so gewonnene Material, das anschließend mit einem Bindemittel (vergleichbar mit einem naturbelassenen Kleber) zu einem recycelten Kunststoff verarbeitet wird, ist die Grundlage für den nachhaltigen, neuen Sonnenschutz. Sonnenbrillen sollen erst der Anfang sein.

„Wir befinden uns gerade in Gesprächen mit mehreren Bekleidungsmarken“, so die Gründerin. Hier gehe es um Partnerschaften. Nicht nur für die nachhaltig produzierten Sonnenbrillen, sondern vor allem für das Granulat. Denn daraus lassen sich auch andere Alltagsgegenstände herstellen, beispielsweise Kleiderbügel oder Accessoires wie Haarspangen. Die Sonnenbrillen seien nur der Anfang. Denn letztlich gehe es darum, der Industrie zu zeigen, was mit nachhaltig produzierten Kunststoffen möglich ist,"

so Alina Bassi.


Alina Bassi studierte Verfahrenstechnik und ist Chemie-Ingenieurin. Nach sieben Jahre im Abfallmanagement kam ihr die Idee, wie sich Müll reduzieren und Altkleider für andere Zwecke nachhaltig nutzen lassen.

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