3. Infektionswelle dämpft weiterhin die Erholung der Wirtschaft

Der ifo Geschäftsklimaindex stellt fest, dass sich die Stimmung unter den befragten Unternehmensführenden leicht aufgehellt hat. Die momentane Geschäftslage wird wieder etwas positiver beurteilt. Die Einschätzung für das zweite Kalenderhalbjahr fällt jedoch nicht ganz so optimistisch aus. Der Geschäftsklimaindikator weist im April eine minimale Steigerung von 96,6 Punkten im März auf 96,8 Punkte im April aus.


Einige der Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen aus April 2021

Befragung
Andreas Breiting - Pixabay.com

Die Erholung der deutschen Wirtschaft geht nur langsam voran: Einige Branche erleben einen kleinen Aufschwung, andere können Ihre Dienstleistung oder Produkte aufgrund der dritten Infektionswelle und entstandener Engpässe bei Vorprodukten gar nicht oder nicht im vollen Umfang am Markt platzieren.


Im Verarbeitenden Gewerbe kletterte durch einen merklich besseren Geschäftsverlauf das Geschäftsklima auf den höchsten Wert seit Mai 2018. Auch die Nachfragesituation sei weiterhin sehr aussichtsreich. Dabei konnte die Kapazitätsauslastung von 81,9 auf 86,2 Prozent gesteigert werden. Einfluss nehmen auf eine weiterhin positive Entwicklung könnte allerdings das Fehlen von Vorprodukten.


Dienstleister waren etwas weniger zufrieden mit ihrem Geschäft. Die Logistikbranche erlebt einen kleinen Aufschwung, die Gastronomie- und Tourismusbranche hingegen leidet weiterhin aufgrund der Corona-Beschlüsse.


Im Handel hat sich das Geschäftsklima leicht verbessert. Dies lässt sich mit deutlich besseren Einschätzungen zur derzeitigen Lage erklären, speziell bei den Autohändler. Der Blick auf die 2. Jahreshälfte fälllt jedoch schon wieder etwas pessimistischer aus. Der Großhandel ist weiterhin besser gestimmt als der Einzelhandel.


Nicht ganz so zufrieden schätzt die Baubranche ihre geschäftliche Situation ein und sieht das nächste Halbjahr mit Skepsis. Als Grund wird eine mögliche Materialknappheit genannt.


Quelle:

ifo Institut -

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München


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